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Goldrenner 113/No.004

Goldstrom Goldrenner - Modell 113, No. 002
mit 113cm Radstand hat er einen wunderbaren Geradeauslauf.
Als Basis diente ein "Herkules Teneriffa" Rahmen aus den 70iger Jahren.
Der "Teneriffa" hat eine gleiche Geometrie wie der "Hobby".
Dieser wurde komplett entlackt und dann mit Airbrush Technik coloriert.
Das Rad ist das zweite Vorserienmodell zur Kupfer-Reihe und dient in jeder Form
als Testobjekt.
Vor allem ist es fast täglich im Einsatz und rollt auf seinen Shimano 105/Mavic Felgen
mit Schwalbe Bereifung so einigem davon -
genügend Muskelkraft bei schönem Wetter vorausgesetzt.
01
Wie alles begann

Als ich mit so ungefähr 13 Jahren mein erstes
Rennrad bekam, das muss so 1972/73 gewesen
sein, war ich irgendwie mittelhalb frustriert.
Einerseits war der zitronengelbe Renner ein
echter Hingucker. Andererseits - "Mars" ?
Was war das für eine Marke? Kaufhof?
Die Bremsanlage war eine normale Altenburger
Tourenzange mit ganz langen Schenkeln. Da war
nichts mit Hebelgesetz und voller Bremskraft.
Die Bremswirkung war weniger als handzahm.
Schutzbleche waren auch verbaut, ebenso eine
zumindest sportliche Dynamo-Lampen-
Lichtanlage und ein halbwegs schmaler Sattel
kommen aus der Erinnerung empor.
Das Schlimmste aber war die 27" Bereifung.
Auch noch mit gelblich ockerfarbenen Flanken
und schwarzer Lauffläche. Heute als Retro Chic
gerne gesehen, war das damals ein absolutes
No-Go in puncto Racing.
Das war meiner damaligen Erkenntnis nach eben
kein 28er Rennrad, wie es die Schulkameraden
fuhren. Ich war nicht nur der Kleinste der Klasse,
ich hatte auch noch das "kleinste" Rennrad.
Der 27/28 Irrtum klärte sich erst Jahre später auf,
als mir klar wurde, dass die 27er Felgen größer
waren als die 28er und es beim Rennrad
auf die Kombination und Harmonie aller Details
ankommt, damit es richtig schön läuft.
Ich wüsste gerne, was aus dem
"Ding" von damals geworden ist.

02

Ob jemand heute seine Sachs Simplex Schalter betätigt,
diese Gummihebelchen mit dünner Metalleinfassung,
die sich immer verbogen und mühsam gegen die
Sperrkräfte des schnell rostenden Umwerfers ankämpfen mussten.
Was hab ich mir beim Schalten die Finger zerschunden.

Alleine die Luftpumpe mit den olympischen Ringen, die nach etwa
6 Monaten zerbrachen, weil sie aus zu dünnem Plastik
gefertigt waren, wäre heute eine gesuchte Rarität.
Nachdem ich das Rad einem Freund geliehen hatte und er
es mit verbogenem Vorderrad zurück brachte, war die
Rennradphase für mich vorbei. Kein Geld für ein neues
Vorderrad. Ausserdem kam mit knapp 16 Jahren die Moped-Lust.

Meine Fahrrad Begeisterung ruhte ab nun fast 35 Jahre still vergnügt im Keller.
Warum habe ich dieses Rad gebaut?

Warum habe ich dieses Rad gebaut?

Als ich mit so ungefähr 13 Jahren mein erstes Rennrad bekam,
das muss so 1972/73 gewesen sein, war ich irgendwie mittelhalb frustriert.
Einerseits war der zitronengelbe Renner ein echter Hingucker.
Andererseits - "Mars" ? Was war das für eine Marke? Kaufhof?
Die Bremsanlage war eine normale Altenburger Tourenzange mit ganz langen Schenkeln. Da war nichts mit Hebelgesetz und somit voller Bremskraft. Die Bremswirkung war weniger als handzahm.Schutzbleche waren auch verbaut, ebenso eine zumindest sportliche
Dynamo-Lampen-Lichtanlage und ein halbwegs schmaler Sattel kommen aus der Erinnerung empor.


Hier ist alles anders. Das Ding geht ab wie die Katz vom Nachbarn Schmitz.
Nur von der Farbe her könnte dieses Rad fast eine Hommage sein an das 70ziger Jahre Drahteselchen.Es gab noch zwischendurch ein kleines Intermezzo -
Im Alter von etwa 20 habe ich aus einem 50ziger Jahre Damenrad mal ein Herrenrad gemacht, indem ich eine Mittelstange aus einem weiteren Damenrad extrahiert und eingeschweisst habe. Das Teil ist leider auf anraten meiner damaligen Frau
auf dem Sperrmüll gelandet, weil angeblich zu instabil für den Kindertransport
und zu unsicher wegen der Stempelbremse. Darauf habe ich mir einen tonnenschweren Gazelle Rahmen besorgt und diesen mit schicken Teilen ausgestattet.
Das war ein tolles Rad, mit dem ich bis vor 6 Jahren gerne gefahren bin.
In einer dunklen Nacht wurde es mir vor der Haustüre von der Laterne agebschnitten,
an die ich es gekettet hatte.
Am nächsten Morgen besorgte ich mir in aller Hektik eine neue Gazelle, denn ich war vom Radfahren abhängig geworden in der Düsseldorfer Innenstadt.Und ich stellte fest,
dass die 7Gang Dosenschaltung (vorher hatte ich 3 Gänge zur Hand)am Hinterrad zwar schick anzusehen war, der Fahrspaß war aber irgendwie weg. Das Gerät war schwer wie ein Eisenhaufen.
Daraufhin habe ich das Rad gestrippt und alles abgebaut,
was nicht unbedingt dran sein musste. Gepäckträger weg, Schloss weg, Schutzbleche weg,
schmalen Brooks drauf, flachen Lenker dran.
Trotzdem war und blieb es ein 22kg schweres Ding mit zwar tollem Geradeauslauf, aber das wars dann auch.
Die Rennradzeit war eingeläutet.
Es folgte ein Italo Racer - ein Romani mit kompletter Campagnolo Ausstattung,
allesamt in fast Neuzustand. Gewicht etwa 9kg.

Das Ding war leicht und schnell, bremste überhaupt ganz schlecht mit seinen lackierten
Mavic Felgen und hatte eine derart schlabberige Strassenlage, dass ich an meinem fahrerischen
Können zweifelte. Ich habe die zehnte Testfahrt völlig genervt abgebrochen.
Das musste doch besser gehen, oder?

Also nahm ich einen simplen Herrenradrahmen von Herkules, einen mit schönen
Muffen und offenem ThompsonTretlager und baute erst mal alles ab.
Und danach alles dran, was vom Rennrad kam und leicht und gut war:
einen Alu Rennlenker, leichte Bremsgriffe von Sachs aus der New Succsess Serie, sowie
Bremsen aus der Shimano 6500er Serie. Die waren klein und Dual Pivot. Sie greifen zu und
haben einen optimalen Druckpunkt und Biss bis auf die Felgenflanke runter.
Naben von Shimano 105 mit schmalen Felgen und eine Alukurbel mit einem 52er Solo-Blatt.
Eine Unterrohr Schaltung von Sachs Huret, weil die einfach klasse und exakt alles
schaltet, was man ihr an Kassetten anbietet. Reifen in rotem Gummi, weil ich sah -
das sieht cool aus.
Das Rad wiegt etwa 11kg. Also hart an der Beleuchtungsvorschriftsgrenze.
Fährt sich extrem flott. Zugegeben - in der Klasse merkt man jedes Kilogramm.
Aber ein Stahlrohrrahmen hat seinen Preis halt im Gewicht und
dünnhäutiges Reynoldsrohr mag ich nicht.
Aber nun zurück zu diesem schönen Fahrgerät hier.

03

Im Wahn, dass es noch leichter und noch schneller gehen sollte, kam ich dann zu meinem persönlichen Rückschritt, bzw. zur Initialzündung.
Dieser "Romani" Renner mitsamt original Campagnolo Komplettausstattung war zwar leichter als alles (etwa 9,5kg) aber auch derart unruhig
mit seinen 98cm Radstand im Geradeauslauf, dass ich nach 35km die Testfahrt abbrach und auf kürzestem Weg nach Hause fuhr.

04

So nach und nach werde ich hier Erklärungen und Bildunterschriften einfügen und auf verschiedene Dinge hinweisen.

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Meine Workshops finden zur Zeit in Kooperation mit der Galerie "Töchter und Söhne" in Düsseldorf-Reisholz statt.

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Bei den Workshops können ganz wunderbare Dinge entstehen. Jenachdem, wozu Sie Lust und Laune haben, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt - können Sie gemeinsam mit mir...

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einen spannenden Fahrradaufbau vornehmen, ein Leuchtkunstobjekt entstehen lassen, oder einen außergewöhnlich audiophil klingenden Röhrenverstärker (Vor- oder Endstufen als auch einen Phono Pre-amp in SRPP Schaltung) aufbauen.

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Natürlich gibt es auch ein maßgeschneidertes Coaching im Single Modus für Ihr Lieblingsprojekt.

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Mit dem Sie auf große Fahrt gehen, oder sich romantisches Licht im Dunkeln verschaffen, oder klangliche Genüsse um die Ohren wehen lassen.

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